Angst vor fremden Katzen
abgelegt im Archiv Tierpsychologie am 14.01.08
Frage an den Tierpsychologen:
Vorgestern kam eine Babykatze zu uns in Haus. Allerdings nur für fünf Minuten. Meine zweijährige Katze hatte gerade an den Sachen der Kleinen geschnüffelt, als das Baby mir aus dem Arm und auf meine Katze sprang. Sie schrie und verlor Kot und Urin. Deshalb habe ich den Neuzugang sofort wieder weggebracht und versucht, meine Katze zu beruhigen. Leider ist sie seitdem immer noch extrem aggressiv mir gegenüber, knurrt und faucht mich an. Außerdem ist sie jetzt sehr schreckhaft. Was kann ich tun?
Antwort: Ihre Katze hat einen tüchtigen Schock bekommen. Das Koten und Urinieren sind Zeichen äußerster Angst. Die kann und wird sich wieder legen, aber es kann ein wenig dauern. Wichtig ist, dass Sie der Katze absolute Ruhe gewähren, sie auch nicht bedrängen oder "zwangsbeschmusen". Lassen Sie ihr einfach ihren Willen.
Was Sie aber dürfen: Angebote machen. Locken ist ok, z.B. mit Leckerchen und Spielsachen oder besonders gutem Futter. Wichtiger als fressen ist noch das Trinken....Mag sie Katzenmilch?
Es gibt diverse homöopathische Beruhigungsmittel, wie etwa Felised, die man vorübergehend einsetzen kann.
Das Wichtigste aber ist: Geduld! Und nehmen Sie feste Rituale wieder auf, die der Katze den gewohnten Ablauf und Sicherheit garantieren.

Permalink: Angst vor fremden Katzen
Tags: Katze Angst fremde Katze Aggression Schreck Panik Koten Urinieren Felised
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Wong
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Kommentar von:
Dr.med. vet. Sybille Ehlers
(16.01.08 9:54 Uhr)
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Die Produkte sind "Geruchshormone", die direkt über das Riechhirn ins Limbische System gelangen (dieser Gehirnbereich ist u.a. für Emotionen zuständig) und die Stimmung und Gefühlswelt der Katze beeinflussen können.
Frau Müller hat Recht, viel Ruhe, Rituale und Geduld helfen vermutlich am Schnellsten. Die Katze sollte zu nichts gezwungen werden, auch nicht zu wohlgemeintem Streicheln.
Viel Erfolg!