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Birmakatzen - eine Legende

abgelegt im Archiv Tierportrait am 22.10.07

GASTBEITRAG (Text und Foto) von Mignon Berger-Oswald

Birmakatzen - eine Legende
Um die Heilige Birma rankt sich folgende schöne Legende:

Vor ewiger Zeit lebte in einem Kloster am Lugh-Gebirge der ehrwürdige Priester Kattah-Mun-Ha. Er war der ehrwürdigste von allen Priestern im Kloster und hatte sein Leben und Denken der Göttin der Seelenwanderung " Tsun Kyankzé" geweiht. Die Göttin hatte strahlend blaue Augen und es wird überliefert, dass durch sie jeder gläubige Mönch nach seinem Tod in einem Tier weiterlebt.

Mun-Ha hatte einen Kater Namens Sinh, der ihm als Orakel diente und ein treuer Begleiter war. Sinh war rein weiß am Körper und hatte gelbe Augen, nur die Pfoten, die Ohren, die Nase und der Schwanz waren braun, wie die Erde, welche sie berührten. Eines Tages wurden nun die um das Kloster gelegenen Dörfer durch Feinde aus dem Siam angegriffen, so dass auch Gefahr für die Kittah-Mönche und ihr Kloster entstand.

In diesem Augenblick starb der ehrwürdige Mun-Ha und hinterließ die verzweifelten Kittah-Mönche, die nun ohne Großlama waren. Genau in diesem Augenblick geschah das Wunder der direkten Seelenwanderung: Mit einem leichtfüßigen Sprung setzte sich Sinh, der Kater, auf das Haupt seines verstorbenen Herrn. Der Kater blickte der Göttin Tsun Kyankzé direkt in die Augen und plötzlich wurde sein Fell goldgelb und seine Augen erstrahlen in tiefsten Blau. Seine Pfoten jedoch, mit denen er seinen geliebten Herrn berührte, wurden zum Zeichen der Reinheit der Seele schneeweiß.

Nun wandte Sinh seinen Blick zum Südtor und zu den Kittah-Mönchen. Diese verstanden ihn sofort, schlossen die Tür und waren vor den feindlichen Angreifern geschützt. Weitere sieben Tage blieb Sinh bewegungslos bei seinem toten Herrn sitzen, dann starb auch er und nahm die Seele Mun-Has mit sich ins Paradies. Nach weiteren sieben Tagen sollte aus allen Kittah-Mönchen der Nachfolger Mun-Has gewählt werden. Alle Mönche versammelten sich, um Hilfe bittend, um die Götterstatur Tsun Kyankzé. Da kamen alle Katzen des Tempels herein, alle hatten goldgelbes Fell und blaue Augen. Als Zeichen ihrer Reinheit hatten alle die weißen Pfoten. Lautlos umringten sie den jüngsten aller Priester und bestimmten somit den Nachfolger des Mun-Has.
Ursprung der Rasse

Der Ursprung der Rasse Heilige Birma ist nicht mehr zu völlig nachzuvollziehen. Jedoch nimmt man heute an, dass die Rasse Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich gezielt gezüchtet wurde. Siamesen, Perser und Hauskatzen sind für Gestalt, Form, Wesen, Siamzeichnung (Maske), augenfarbe, Langhaarfaktor, sowie zuletzt auch für die Weiß-Scheckung (Handschuhe) verantwortlich.

Die Anerkennung als eigenständige Rasse erfolgte in Frankreich im Jahre 1925. Vom englischen Zuchtverband wurde die Rasse aber erst 1966 anerkannt.

Erst um 1930 blühte die Zucht der Heiligen Birma in Deutschland auf, aber leider brachte der 2. Weltkrieg beinahe das völlige aus. Die erste aktenkundige Heilige Birma in Deutschland war der Kater "Timour de Madalapour".
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde wieder mit der Zucht begonnen und um 1955 gab es in Frankreich bereits einen großen Bestand an Katzen. Als eine der deutschen Pioniere der Heilige Birma Zucht nach dem Weltkrieg gilt Anneliese Hackmann und ihre Cattery 'von Assindia'. Sie holte in den 1960er Jahren die Katze "Nadine de Khlaramour" aus Frankreich nach Deutschland und Nadines Nachkommen wurden in die ganze Welt verteilt.

Die Legende sagt: Stirbt eine heilige Katze im Kloster Lao-Tsun, so nimmt sie die Seele eines Kittahs mit ins Paradies. Wehe dem, der eine solche Katze tötet, er wird gequält und gepeinigt, bis die Seele die in der Katze lebte, ihm verzeiht.

Mehr Informationen über Birmakatzen unter www.rennmauswalldorf.de





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