Das afrikanische Erbe
abgelegt im Archiv Tierportrait am 05.03.07
Wie viel Falbkatze steckt in Mietze und Co?
Katzenbesitzer fragen den Tierpsychologen oft nach den Gründen, warum eine Katze dieses oder jenes Verhalten zeigt. Viele Verhaltensweisen sind angeboren und stammen aus der Zeit, als unsere Mietze noch ein wildes Raubtier in den Halbwüsten Afrikas war.
Die Falbkatze ist die Urmutter unserer Hauskatzen, und nicht etwa die europäische Wildkatze, wie viele meinen. So erklären sich manche Verhaltensweisen aus den besonderen Lebensumständen in der afrikanischen Steppe.
Wie wurde aus der Wildkatze ein Haustier?
Die Katze ist ein "junges" Haustier und kam wahrscheinlich erst vor 4000 Jahren aus freien Stücken zu den Menschen im alten Ägypten. Sie hat sich sozusagen selbst domestiziert.
Die Mäuse in den Getreidespeichern lockten das Raubtier an, und als Schädlingsvernichter machte die Falbkatze sich dort bald unentbehrlich. Die Ägypter verehrten sie als Gottheit. Katzenstatuetten aus dieser Zeit zeigen ihre typische schlanke elegante Körperform.
In den 4000 Jahren hat sich die Hauskatze nur wenig verändert. Ihre Körperform ist etwas gedrungener geworden, die Beine sind kürzer. Zahmheit und Farb- und Fellvariationen sind die auffälligsten Veränderungen. Dennoch paaren sich Haus- und Falbkatze immer noch problemlos, so dass es in Afrika kaum noch reinblütige Falbkatzen gibt.
Wie nahe die Hauskatze noch an ihren Ursprüngen ist , zeigt die Tatsache, dass verwilderte Hauskatzen problemlos in geeigneten Lebensräumen überleben können.

Permalink: Das afrikanische Erbe
Tags: Katze Falbkatze Wildkatze
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Wong
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