Das Hamburger Nachtleben einer Albino-Ratte
abgelegt im Archiv Tierverhalten am 08.08.08
Am Ortsrand von Schnelsen wäre sie ein paar Katzen aufgefallen, doch nachts auf der Hamburger Mönckebergstraße Essensreste von Passanten einzusammeln, ist etwas Besonderes, wenn die Augen rot sind und das Fell weiß ist. Worüber regen sich die BILD-Redakteure eigentlich auf?
Angst vor der Albino-Ratte habe ich nicht, aber ich mache noch immer einen Unterschied zwischen ungekochten Obst- und Gemüseresten, die im Garten verrotten und Hamburgern, die in einer Fußgängerzone auf Ameisen und Fliegen, auf Ratten und Tauben warten, um beseitigt zu werden. Ich habe übrigens vor einigen Jahren tatsächlich mit meinen Katzen am Rand von HH-Schnelsen gewohnt.
Wie die Menschen, so lassen sich auch Tiere auf Junk Food, auf essbaren Müll, ein. Statt sich über "Schädlinge" auf Straßen und in Küchen aufzuregen, tun Menschen gut, hygienisch und sauber zu leben. Wer, wo er geht und steht, Essensreste fallen läßt, darf sich nicht wundern, wenn Tiere kommen und aufräumen. Dafür können wir dankbar sein und wir haben guten Grund, uns an unsere eigene Nase zu fassen.
Wie denken Sie, lieber Leser? Räumen Tiere und städtische Bedienstete hinter Ihnen her, so wie früher Ihre Mutter Ihr Spielzeug eingesammelt hat?
Hans Kolpak
Pfoten und Fell
Permalink: Das Hamburger Nachtleben einer Albino-Ratte
Tags: Ratten Albino Essensreste
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