Der afrikanische Weißbauchigel – ein süßes Stacheltierchen für´s Wohnzimmer
abgelegt im Archiv Tierportrait am 17.01.10

© j.greshamDas Herz deutscher Tierliebhaber wird zur Zeit im Sturm erobert von einem kleinen, neugierigen Kerlchen mit süßen Knopfaugen - der afrikanische Weißbauchigel. Er ist zwar niedlich, aber Knuddeln und Kuscheln kann sich mitunter schwierig gestalten. Man sollte immer daran denken, dass der Igel, wenn er sich erschreckt, sofort die spitzen Stacheln aufstellt, und das kann dann wirklich höllisch weh tun. Das Tierchen ist gerade einmal 18 Zentimeter groß, und wenn es erst einmal zutraulich geworden ist, entrücken ihm schon einmal wohlige Geräusche, wenn man ihn am weißen Bauchfell oder hinter den Ohren krault.
Dann legt er die Stacheln an und lässt sich verwöhnen. Und das ist auch sehr wichtig für den Weißbauchigel, denn ohne Liebe und Zuwendung verfällt er in Depressionen. In seiner Heimat wandert der Igel täglich bis zu sieben Kilometer durch Gras und Sand, während er auf der Suche nach Nahrung ist. Das macht er immer nachts, tagsüber schläft er zusammengerollt und wartet die Nacht ab. Und diese Gewohnheiten sollte er auch im heimischen Wohnzimmer beibehalten können. Er braucht Bewegung und sollte abends und nachts frei durch die Wohnung laufen können. Der Weißbauchigel kann zwar nicht gut sehen, aber dafür umso besser riechen. Aufpassen sollte man, wenn man sich ein paar Rühreier brutzelt, denn Eier sind die Lieblingsspeise des Igels. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man das Tierchen ganz flott neben sich stehen hat. Für den Weißbauchigel braucht man ein Terrarium. Es sollte zwischen 22 und 28 Grad warm sein. Wenn die Temperatur unter 18 Grad sinkt, dann würde das Tier in den Winterschlaf fallen. Wichtig ist auch, dass das Tier Sand bekommt. Es säubert sich damit, und Reinlichkeit ist ihm genauso wichtig wie den Katzen. Er geht sogar auf das Klo in seinem Häuschen. Der Weißbauchigel ist ein sehr neugieriger Geselle, und er spielt auch sehr gerne. Katzenspielzeug eignet sich bestens dafür. Flauschig-weich sollte es sein. Und abends sollte man nicht die Streicheleinheiten vergessen. Im Terrarium vertragen sich Männchen und Weibchen auch wunderbar. Wer gerne Nachwuchs hätte der kann sich freuen, denn die Mini-Igel sind auf dem Gebiet echte Weltmeister. Ein Kuscheltier mit Stacheln - das hat nicht jeder.

© j.gresham
Tags: afrikanische Weißbauchigel, in den Winterschlaf fallen, Gras, Sand, Terrarium, Igel
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Kommentar von:
Auriel
(09.02.11 3:04 Uhr)
Dauerhafte Paarhaltung bedeutet Stress für die Tiere, die Weibchen sind am laufenden Band tragend, werden aber nicht genug Ruhe haben um ihre Jungen großzuziehen, daher werden viele sterben. Man braucht demnach für ein Igelpaar mindestens 2 Terrarien. Es wäre unmenschlich die Igelin als Gebärmaschine zu halten. Außerdem braucht man ja auch Abnehmer für die Würfe, da müsste ein Hobby-Igelhalter sehr viel Zeit investieren.
Kommentar von:
Melanie
(09.02.11 11:21 Uhr)
Ich stimme als erstes Mal Auriel zu! Vollkommen richtig! Allerdings reichen 2 Terras nicht aus, da man die männlichen Igelbabys von der Mams trennen muss, bevor sie geschlechtsreif sind! Die weiblichen Babys können erstmal bei ihrer Mutti bleiben! Man kann Mädels super in einer WG halten! 2 Böckchen geht auch, aber man muss immer damit rechnen das sie sich auf einmal nicht mehr verstehen, und muss sie dann trennen! Nun würde mich auch mal interessieren, wer so einen Text verfasst hat?!? Igel sind KEINE Kuscheltiere!!! Es sind nach wie vor Exoten, die viel Pflege brauchen! Und Depressionen? Hallo? In der Natur streichelt sie niemand und da kriegen sie auch keine Depressionen!
