Der allesfressende Hund
abgelegt im Archiv Erlebnisse am 20.07.07
Foto: bettina Osswald
Darf man alles und überall fessen?
Heute wird der dritte Versuch gestartet, Jolie das Klauen vom Tisch zu verleiden.
Gestern hat sie den Fleischwurstköder mit extra scharfem Senf wieder ohne Anzeichen von Ekel von der Küchenanrichte gefressen.
Jetzt liegen dort Plätzchen und Fleischwurst mit Sambal Olek dick bestrichen.
Ich beobachte den Hund heimlich. Einige Minuten lang sitzt oder liegt Jolie vor der Anrichte und denkt nach. Erinnert sie sich anden scharfen Geschmack von gestern und zögert deshalb?
Schließlich kann sie es nicht länger aushalten, sie richtet sich auf und leckt an der Fleischwurst, weicht dann aber zurück und geht auf ihren Schlafplatz in der Diele.
Ein erster Erfolg!?
Zweiter Teil der Erziehungsstunde: Ich lege die scharfen Plätzchen und die Wurst auf den Wohnzimmertisch, dort hatte sie nämlich auch schon abgeräumt. Es dauert jetzt nicht so lange wie in der Küche. Jolie hat ja bisher im Wohnzimmer nur leckere Sachen "gefunden". Sie legt die Vorderpfoten auf den Tisch und frisst alle drei Köder.
Hat es geschmeckt? Sie schaut nachdenklich und hustet, geht zu ihrem Wassernapf und trinkt.
Na, morgen wird weiter geübt. Vielleicht hat sie ja heute gelernt, dass Menschenfutter nicht immer und überall lecker schmeckt.

Permalink: Der allesfressende Hund
Tags: Hund Hundeerziehung anonyme Bestrafung
Stimmen Sie ab für Der allesfressende Hund:
|
Dieser Eintrag wurde mit: 9.00 Punkten (von 2 Stimme(n) insg.) bewertet.
|
