Die Fette Sandratte – immer öfter im Angebot als Heimtier
abgelegt im Archiv Tierportrait am 06.12.09
Wenn man sie zum ersten Mal sieht, dann erinnern sie einen eher an kleine Präriehunde, aber eigentlich gehören sie zoologisch gesehen zum Unterfamilie der Rennmäuse â€" die Fette Sandratte. Mit ihrem eigentlich nicht so sehr charmanten Namen ist die recht charmante Maus in den Sandwüsten Nordafrikas und der Nahen Ostens zu Hause. Sie ist tag- und nachtaktiv und gilt außerdem als cleverer Ernährungsspezialist. Wenn sie in freier Wildbahn lebt, dann ernährt sie sich vorwiegend von Blättern und Stängeln von Sukkulenten, auch salzhaltige Gänsefußgewächse stehen auf ihrem Speiseplan.
Will man sich eine solche Sandratte als Heimtier halten, dann benötigt man ein Terrarium mit einer Breite von 120cm, einer Höhe von 50cm und einer Tiefe von 70cm. Das Terrarium sollte recht abwechslungsreich eingerichtet werden, denn die Sandrennmäuse sind sehr aktiv und auch neugierig. Gut wären hier Kletteräste, Steine und auch Schlafhäuschen sowie Korkröhren.
Wer seinem Mäuschen etwas Gutes tun will, der erfreut es mit einem kugelgelagerten Holzlaufrad. Auch sehr beliebt ist immer eine Wärmelampe, die eine Temperatur von circa 36 Grad simuliert, denn so fühlen sie sich heimisch, es geht aber auch ohne. Da Sandratten sehr gesellig sind, empfiehlt sich die Paarhaltung. Aber nicht das Kastrieren des Männchens vergessen, sonst kommt es schnell zu unerwünschtem Nachwuchs. Das Futter sollte immer recht nährstoffarm und zuckerfrei sein, so wie sie es auch in ihrem natürlichen Lebensraum finden. Diese Tiere sind sehr zuckerempfindlich, und eine falsche Ernährung kann die Lebenserwartung drastisch reduzieren. Einfacher Chinakohl, Zucchini oder Gurke sind die besten Nahrungsmittel für die Mäuschen.
Auch das Heu sollte eine gute Qualität haben, denn die Mäuse knabbern nicht nur daran, sondern nutzen es auch zum Nestbau. Sandratten werden zwar sehr zutraulich, aber sie sind keine Streicheltiere. Sie sind sehr stressanfällig und sollten unbedingt ihre nötigen Ruhepausen erhalten. Sind diese Pausen nicht ausreichend, kann sich dadurch die Lebenserwartung ebenfalls verkürzen. Etwas Erfahrung mit Nagern und auch Einfühlungsvermögen sollte schon vorhanden sein, wenn man sich eine Sandratte zulegt.
Tags: die Fette Sandratte, Kastireren des Männchens, Wüste, nährstoffarme Ernährung, Sandwüste Nordafrikas
Stimmen Sie ab für Die Fette Sandratte – immer öfter im Angebot als Heimtier:
|
Dieser Eintrag wurde mit: 8.50 Punkten (von 2 Stimme(n) insg.) bewertet.
|

