Die rosarote Brille für die Tierseele
abgelegt im Archiv Tierverhalten am 10.05.07
Psychopharmaka bei Verhaltensproblemen
Der Hund mit Trennungsangst bellt pausenlos, zerstört die Einrichtung und pinkelt vielleicht sogar auf den Teppich, wenn er alleingelassen wird. Sicherlich kann man mit konsequentem Training über Wochen und Monate eine Verhaltensänderung herbeiführen, aber die wenigsten Hundebesitzer haben die Zeit und die Geduld dazu.
Häufig bekommen sie zusätzlichen Druck aus ihrer Umgebung, da beschweren sich die Nachbarn und der Vermieter droht mit Kündigung. Man sollte sich davor hüten, den gestressten Hundehalter zu verurteilen. Häufig ist er nicht Schuld an dem Angstproblem seines Hundes, ist ausgesprochen besorgt und bemüht, die Situation zu verbessern. Die Meisten würden auch viel Zeit und Geld opfern, um ihrem Hund zu helfen, manche wenden sich an Tierärzte, andere an Tierpsychologen.
Sie versuchen es mit bachblüten, Homöopathie und anderen sanften Methoden, die sicherlich ihren Sinn haben und ein immer notwendiges Verhaltenstraining unterstützen.
Aber unter dem Druck zu schnellem Erfolg kommen zu müssen, damit für Mensch und Hund die Lebensqualität wieder hergestellt wird, sollte man auch über den Einsatz von Psychopharmaka für den Hund nachdenken.
Für den Hund bedeuten sie eine Möglichkeit neue Verhaltensweisen zu lernen, denn seine Angst blockierte seine Lernbereitschaft. Viel schneller wird das Verhaltenstraining zum Erfolg führen, und das Psychopharmakon kann dann wieder abgesetzt werden. Leider kennen sich noch nicht alle Tierärzte mit der modernen Verhaltensmedizin aus und können ihre Patienten tierpsychologisch beurteilen.

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Tags: Hunde Verhaltensprobleme Trennungsangst Psychopharmaka Bachblüten
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