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Ein Hund aus dem Tierheim soll es sein

abgelegt im Archiv Tierschutz am 27.03.07

Ein Hund aus dem Tierheim soll es sein
10 Gründe warum Sie sich für einen Tierheimhund entscheiden sollten

1) Tausende von Hunden warten in deutschen Tierheimen
Jedes Jahr in den Sommermonaten schwappt eine Welle von ausgesetzten Hunden über die Tierheime herein und füllt die Zwinger und Ausläufe mit verstörten Schnüffelnasen, die ihr Zuhause verloren haben und nun die Welt nicht mehr verstehen. Im Tierheim sitzen aber schon die Langzeitbewohner, die der Landeshundeverordnung zum Opfer gefallenen, die großen Schwarzen und die alten Behinderten. Und dann sind da noch die, die ihren Menschen durch Tod, Scheidung, Wechsel der Lebensumstände verlieren, die wollen auch untergebracht werden. Mehrer Tausend Hunde durchlaufen in einem Jahr unsere Heime.
Wer braucht da eigentlich die vielen Zuchthunde?

2)Massenzüchter-Massenvermehrung
Ein niedlicher Welpe, ein dekoratives Aussehen, ein langer Stammbaum, ein Modetrend. Plötzlich ist eine Rasse "in" und kurze Zeit später werden überall Hunde dieser Rasse angeboten. Nicht jeder überprüft kritisch die Zuchtverhältnisse. Da werden auf heruntergekommenen Bauernhöfen mehrer Zuchthündinnen in dunklen Verschlägen gehalten, zwei Mal im Jahr gedeckt, die Welpen nach knapp 8 Wochen unsozialisiert verkauft und so das dicke Geld gemacht.

3)Hundeelend in den Tötungsstationen
Die Länder in Süd- und Osteuropa haben andere Tierschutzgesetze. Wir können es in unserem wohlhabenden Deutschland nicht verstehen, warum herrenlose Hunde nach drei Wochen in den Tierheimen getötet werden dürfen, und unsere Tierschützer bemühen sich, wenigste einen Teil dieser Todeskandidaten aus den Tötungsstationen zu retten. Jedes dieser Tiere hat in Deutschland die Chance, ein neues Leben anzufangen.

4)Auch Rassehunde landen im Tierheim
Wer glaubt, nur Mischlinge landen im Tierheim, der irrt sich. Fast jede Rasse ist dort anzutreffen. Wer sich in eine bestimmte Hunderasse verliebt hat, der findet mit Geduld und Recherche bestimmt seinen Traumhund. Vielleicht muss er dazu von München bis ins Tierheim von Hamburg fahren, aber unmöglich ist das nicht.

5)Auch kleine Hunde warten auf Vermittlung
Nur große Hunde sitzen im Heim, auch das stimmt nicht. Zwar sind sie in der Überzahl, aber kleine, handliche Exemplare können auch ihr Zuhause verlieren. Eine Suche im weiteren Umkreis und Geduld , dann findet man bestimmt die passende Größe.

6)Auch Welpen kann man in TH antreffen
Ein Welpe soll es sein, den man nach seiner eigenen Vorstellungen erziehen kann? Kein Problem, es kommt immer wieder vor, dass schwangere Hündinnen im Tierheim landen. Welpen sind gar nicht so selten. Die Tierheime machen nur nicht so viel Reklame mit den kleinen Herzensbrechern, weil sie logischerweise den älteren Hunden die Schau stehlen.

7)Guterzogene, ältere Hunde für Anfänger
Auch Hundeanfänger sollten sich in den Tierheimen umschauen. So manch ein guterzogener Familienhund wartet da, der sein zu Hause durch Tod, Scheidung oder Umzug verloren hat. Die Tierschützer können oft genaue Aussagen über Eigenschaften und Charakter machen und so dem unerfahrenen Menschen ein unproblematisches Tier empfehlen.

8)Menschensenioren und Hundesenioren passen zusammen
Ältere Menschen, denen ihr tierischer Freund gestorben ist, sollten überlegen, ob sie sich nicht für einen Hundesenior aus dem Heim entscheiden können. Für beide kann das eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten, ein Zuwachs an Aktivität und Lebensfreude.

9)Fachliche Beratung und Hilfe bei der Auswahl
Jedes Tierheim ist bestrebt, möglichst viele Tiere zu vermitteln, das ist klar. Aber niemand geht dabei leichtfertig und flüchtig vor. Keiner hat ein Interesse daran, dass schlecht vermittelten Hunde reihenweise zurückkommen, weil ihre neuen Besitzer nicht mit ihnen fertig geworden sind. Darum wird man bestrebt sein, für jeden Interessenten, den passenden Hund auszusuchen und gewissenhaft überprüfen und beraten.

10)Auch hinterher tierpsychologische Beratung bei Problemen
Und später? Wenn der Mensch sich dann doch überfordert fühlt, weil sein Tierheimhund plötzlich eine "Macke" entwickelt? Ein gutes Tierheim betreut und hilft auch dann, vermittelt eine gute Hundeschule oder eine tierpsychologische Beratung, oft zu besonders günstigen Konditionen.


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Tags: Hund  Tierheim  Tierschutz  Welpen  Mischlinge  Senioren  Tötungsstationen  Tierpsychologie 

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