Eisbärbaby Knut hat es gut - Robbenbaby Rio dagegen weniger
abgelegt im Archiv Tierschutz am 25.03.07
Tierschützer rufen zum Protest gegen Robbenschlachten
Beide haben sie große, dunkle Knopfaugen, ein puscheliges Fellchen und sind ach so niedlich und "süüüüüüß". Nichts gegen Knut und den Rummel, der um ihn veranstalt wird. Vielleicht wird es dem Berliner Zoo zugute kommen, vielleicht auch der vom Klimawandel bedrohten Spezies Eisbär. Und ganz sicher ist es mal wieder ein krasser Beweis für die Macht der Schlagzeile.
"Wir der süße Knut totgespritzt?" titelte Bild, wohlwissend, dass solches nie zur debatte stand. Chapeau, Kollegen, so macht man Meinung. Aber wie schön wäre es doch, wenn sich Bild dann auch mal all jener Tausende von Tierkindern annahmen würde, die in diesen Tagen auf unvorstellbar grausame Weise totgeknüppelt und teilweise lebendig gehäutet werden? Wären 330.000 tote Robben denn nicht auch mal eine Schlagzeile wert: "Wird der süße Rio totgeknüppelt?"
Der Bogen ließe sich weiter spannen - bis hin zu unseren Haustieren: Bald landet wieder eine Flut ach so süüüüßer, aber unerwünschter Katzenkinder im Müll...Keine Schlagzeile wert? Schön wäre, wenn der ganze Rummel um Knut wenigstens etwas dazu beitragen würde, dass wir unser Verhältnis zum Tier endlich einmal überdenken und gerade rücken. In diesem Sinn hier der Aufruf von PETA zum Robbenschlachten:
Liebe Tierfreundin,
lieber Tierfreund,
wieder einmal färbt sich das Treibeis an Kanadas Küsten rot vom Blut der Sattelrobbenbabies, die wegen ihres Pelzes auf barbarische Weise abgeschlachtet werden
Worte können die herzlose Grausamkeit der jährlichen Robbenjagd nicht beschreiben. Wenn wir diese Gräuel beenden wollen, müssen wir für einen internationalen Aufschrei gegen die kanadische Regierung sorgen, die die Jagd immer noch sanktioniert. Ich hoffe daher, dass Sie PETA's Forderung nach einer Beendigung dieses sinnlosen Abschlachtens unterstützen, indem Sie noch heute folgende Maßnahmen ergreifen:
Unterzeichnen Sie PETA's Protestaufruf, der sich an die kanadischen Botschafter in Deutschland, Österreich und in der Schweiz richtet. Wir möchten den Vertretern Kanadas vermitteln, dass "Mode" keine Rechtfertigung dafür ist, das Blut unschuldiger Tiere zu vergießen.
Helfen Sie PETA mit einer Spende dabei, das Leben von Robbenbabies zu retten. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, noch mehr Druck auf die kanadische Regierung zu machen, damit die Robbenjagd ein Ende findet.
Kanadas jährliche Robbenjagd ist das umfangreichste Abschlachten von Meeressäugern auf der Erde. Letztes Jahr wurden mehr als 330.000 Sattelrobbenbabies brutal ermordet, nur um aus ihrem Pelz Mäntel, Krägen und Ärmelbesätze zu fertigen. Die kanadische Regierung behauptet, dass es bei der Jagd nur um ausgewachsene Tiere ginge, aber 97 Prozent der Robben, die letztes Jahr getötet wurden, waren weniger als drei Monate alt.
Denn gerade die Robbenbabies sind zu jung, um wegschwimmen zu können, wenn sich ihre Mörder nähern. Vollständig ausgeliefert, liegen diese Neugeborenen auf dem Eis, wenn man ihnen mit Knüppeln den Kopf einschlägt. Viele werden bei vollem Bewusstsein an Bootshaken übers Eis geschleift. Oft kommt es vor, dass die Tiere noch bei lebendigem Leibe gehäutet werden. Am Ende lässt man ihre leblosen Körper auf dem Eis verroten, weil es keinen Markt für ihr Fleisch gibt.
Die kanadische Regierung hat in diesem Jahr Jagdgenehmigungen für die Tötung von mehr als 335.000 Sattelrobben ausgestellt, eine der höchsten Quoten in der Geschichte dieser Barbarei. Im 21. Jahrhundert ist jedoch kein Raum mehr für diese ungerechtfertigte Vernichtung von Leben. Es ist für Kanada an der Zeit, dieser abscheulichen Gemeinheit ein für allemal ein Ende zu bereiten.
Bitte unterstützen Sie PETA's weltweite Kampagne zur Beendigung der Jagd auf Robbenbabies. Durch Ihre Online-Spende nehmen Sie direkten Einfluss auf das Geschehen.
Vielen Dank für Ihre Entschlossenheit, dieser entsetzlichen Ungerechtigkeit einen Riegel vorzuschieben.
Für alle Tiere,
Ingrid E. Newkirk
1. Vorsitzende
PETA-Deutschland e.V.

Tags: Knut Eisbär Zoo Berlin PETA Robben Kanada Robbenschlachten Knüppeln
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