Erbkrankheiten: Von den Hunden für die Menschen lernen
abgelegt im Archiv Forschung am 17.12.08
Über die CORDIS-Nachrichten am 15.12. von europa.eu wurde ich auf das interessante Forschungsprojekt LUPA aufmerksam. "Obwohl Hunde genetisch weniger komplex sind als Menschen, leiden sie an denselben Krankheiten. Das LUPA-Projekt, das nach der Wölfin benannt wurde, die Romulus und Remus säugte, wurde für die Laufzeit bis zum Jahr 2012 mit 12 Millionen Euro Finanzhilfe von den EU ausgestattet." Was erscheint so vielversprechend an dieser Forschungsarbeit, an der Projektpartner aus 12 europäischen Ländern beteiligt sind?
In einer Genomweiten Assoziationsstudie werden 10.000 DNA-Proben und -Daten von reinrassigen Hunden gesammelt, die entweder gesund sind oder an einer Krankheit leiden, die auch bei Menschen vorkommt. "Sobald das Gen gefunden wurde, wird man sich mit seiner Rolle beim Menschen befassen", erklärt LUPA-Projektleiter Professor Michel Georges von der Universität Lüttich in Belgien.
In der Meldung vom 3.10.2007 hieß es bereits: "Aufgrund des einzigartigen Erbguts von reinrassigen Hunden müssen die Wissenschaftler nur die DNA von einigen Hundert Tieren testen, um die beteiligten Gene zu bestimmen, während für eine Untersuchung dieser Krankheiten bei Menschen Tausende von Testpersonen erforderlich wären."
Es werden wohl noch einige Jahre vergehen, bis die weiterführenden Forschungen für Menschen zu Ergebnissen in der Alltagsmedizin führen. Aber spannend ist bereits jetzt, was auf diese Weise an Erkenntnissen für die Züchtung von Hunden gewonnen wird.
Hans Kolpak
Pfoten und Fell
Tags: Genforschung Hunde Menschen Hundezucht Hundezüchter
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