Erster FSE-Fall in Deutschland
abgelegt im Archiv Tierische Neuigkeiten am 07.09.07
Im Tiergarten Nürnberg wurde die Gepardin Lulu eingeschläfert. Das Tier zeigte sechs Wochen lang zentralnervöse Erscheinungen mit Gleichgewichtsstörungen, einer Schwächung besonders
der Hinterbeine und zeitweise einer Kopfschiefhaltung und Kopfwackeln. Das mit der Sektion des Tieres
beauftragte Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen stellte das Vorliegen der Felinen spongiformen Enzephalopathie (FSE) fest. Die Diagnose wurde durch das zuständige Referenzlabor, das Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems, bestätigt. Beim lebenden Tier gibt es noch keine Möglichkeit eines Nachweises.
Wie bei BSE ist FSE durch eine schwammartig durchlöcherte Struktur der Hirnsubstanz einschließlich seiner Nervenzellen gekennzeichnet. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Jahre. Die FSE ist eine Erkrankung bei Katzenartigen. Die meisten Fälle traten wie bei der BSE in Großbritannien und da hauptsächlich bei Hauskatzen auf. Es
sind jedoch auch bereits insgesamt über 20 Fälle bei Löwen, Tigern, Pumas, Ozelots, Geparden sowie einer Bengalkatze bekannt. Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von Nerven- und Lymphgewebe von an BSE erkrankten Tieren.
Quelle: Animal Health online

Permalink: Erster FSE-Fall in Deutschland
Tags: Gepard FSE Nürnberg
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