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Tiergesundheit und Ernährung
, Tierisch witzig
von Gabriele Müller am 05.05.07

Gastbeitrag Patricia drewes
Wenn eine Katze ins Haus kommt, wälzt man Ratgeber über artgerechte Pflege, Erziehung und Ernährung und weiß eigentlich recht gut, was Katzen bekommen sollten, nämlich hochwertiges Alleinfutter mit einer optimalen Mischung aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen. So weit die Theorie ...
Wenn man allerdings das Glück hat, mit einer Katze zu leben, die hochwertiges Katzenfutter egal welcher Marke für ausgesprochen langweilig hält, erlebt man täglich ernährungsphysiologisch höchst interessante Phänomene: Unsere Katze Pepsi frisst zwar aus Angst vor dem Hungertod auch Dosenfutter, für kulinarisch wesentlich hochwertiger hält sie aber rohen Schinken, Lachs, Sauerkraut, Mousse au Chocolat und ähnliches, weshalb sie bei 80% aller Mahlzeiten nur als Zaungast auf der Außenfensterbank partizipieren darf.
Ein weiteres Phänomen ist ihre große Leidenschaft für Babynahrung: für ungesalzenen und ungewürzten Kartoffel-, Möhren- und Pastinakenbrei lässt sie jegliches Katzenleckerli links liegen und versucht, sehr zur Freude unserer beiden Kinder, die Breischale in ihren Besitz zu bringen. Häufig endet das Ganze damit, dass die Kinder die Katze mit kleinen Plastiklöffelchen füttern, dankbar, einen Abnehmer für die Pampe gefunden zu haben.
Wenn wir in den Urlaub fahren, darf Pepsi regelmäßig bei unserem jungen, kinderlosen Bohème-Freund übernachten, der sich nach unserer Rückkehr regelmäßig darüber auslässt, dass Pepsi Milchkaffee, schwarzen Tee, Schokoriegel und Tiefkühlpizza über alles liebt - ich möchte nicht wissen, ob sie auch schon mal an seiner Zigarette ziehen oder am Rotwein schnuppern durfte ...
Ja, wir wissen sehr gut, dass Menschennahrung für Tiere ungeeignet ist, zu salzig, zu süß, nicht artgerecht und überhaupt, aber da unsere Katze mit uns zusammenlebt, nimmt sie auch an unserem Familienleben teil, und dazu gehört nun mal auch das Essen. Wir haben also am Ende die Wahl: entweder wir essen alle Katzenfutter und geben unserem Vierbeiner davon ab, oder wir bleiben bei unseren Ernährungsgewohnheiten - und Katzi hat das Glück, ab und an kulinarische Kostproben zu ergattern.
Mich interessiert brennend: Gibt es noch mehr Katzen mit derart absonderlichen Geschmacksnerven?
Patricia Drewes ist bei Lycos für den Bereich Haustiere zuständig und schreibt in ihrem Blog "Tierwelten" über die neuesten Trends und Infos zum Thema Zwei-, Drei- und Vierbeiner.
Permalink: Feinschmecker auf vier Pfoten
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Wong
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