haustiere

Harald Schmidt und der Industrieverband Heimtierbedarf e.V.

abgelegt im Archiv Tierisch witzig am 22.09.08

Als Harald Schmidt sich am 31. März 2008 des Industrieverbandes Heimtierbedarf e.V. annahm, um über Heimtiere zu witzeln, da löste dies keine Palastrevolution aus - weder bei Focus noch beim IVH. Und witzig finde ich es auch nicht, daß der Heimtiermarkt buchen kann. Ist das ein Buchhalter? Er verbuchte nämlich in 2007 ein Umsatzplus von 0,6 Prozent. Einfach bemerkenswert ist das, oder etwa nicht? Woran hat Harald Schmidt sich hochgezogen?



Harald Schmidt schrieb nichts, was nicht irgendjemand zerreißen könnte. Immerhin fanden sich zwei. Dem muß ich etwas entgegensetzen, auch wenn heute der 22. September ist und eigentlich kein Hahn mehr nach dem 31. März kräht. Die meisten Hähne sind übrigens Haustiere, keine Heimtiere. Der Industrieverband Heimtierbedarf e.V. weiß das.

Also, ich finde das überhaupt nicht witzig! Solche Freiheiten würde ich mir niemals herausnehmen. Auch Schreiben ist Arbeit, nicht nur Reden! Erstens läuft der Vertrag mit Herrn Schmidt noch und zweitens leistet er in einer Woche mehr für die Unterhaltungsindustrie als die beiden Kommentatoren und ich zusammen in unserem ganzen Leben!

Gut, nach seinem Selbstverständnis ist der Industrieverband Heimtierbedarf ein IVH und kein IHV. Und ein HIV ist er auch nicht! Anzudeuten, Schmidt kaue an seinem Gnadenbrot herum, wird seinem Lebenswerk nicht gerecht. Ein solcher Kommentar aus dem anonymen Hinterhalt eines Pseudonyms im Internet macht keinen Literaturkritiker und erst Recht keinen Literaturpapst. Mit meinem "Biß der Woche" habe ich schon einmal einen alten Hund hinter dem Ofen hervorgelockt. Darauf bin ich stolz!

Hätte ich wenigstens gelesen "Hier kommt Kurt, ohne Helm und ohne Gurt", dann wären zumindest wehmütige Erinnerungen an Frank Zander geweckt worden. Nein, die Leistungen von Harald Schmidt sind respektabel und verdienen nur den Verriß, der ihren Witz steigert.

Immerhin trage ich bescheiden dazu bei, Haustieren mit Pfoten und Fell, die oft Heimtiere sind, eine größere Öffentlichkeit zu schenken. In einem Getreidesilo ist eine Katze nur ein Haustier, auch wenn sie nicht geschlachtet wird. Sie sammelt Mäuse ein und lebt nicht aus der Dose. Auch das Trockenfutter würde nur Ratten anlocken. Sie darf nicht in die gute Stube des Bauern und weil sie so gut jagt, stirbt sie auch früh. Nur die Guten sterben früh! Reifen von Traktoren und Anhängern gibt es genug.

Wer kennt schon den Unterschied zwischen Haustier und Heimtier, wenn es auf dem Teller liegt? Können Sie ein Kaninchen von einer Katze unterscheiden, wenn die Pfoten und die Köpfe weg sind?

Hans Kolpak
Pfoten und Fell

Permalink: Harald Schmidt und der Industrieverband Heimtierbedarf e.V.

Tags: Haustiere  Heimtiere  Humor  Schmidt  Heimtierverband  Naßfutter  Trockenfutter 

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