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Tiergesundheit und Ernährung
von Gabriele Müller am 06.03.08

Denn mehr als nur erhebliche Dosierungsunterschiede zwischen Mensch und Tier sind bei Arzneimittelgaben zu beachten. Der Stoffwechsel der Haustiere unterscheidet sich von dem des Menschen, erläutert die BTK. Oftmals fehlen wichtige Enzyme, dem tierischen Organismus gelingt es nicht oder nur sehr langsam, bestimmte Wirkstoffe abzubauen und über die Nieren und den Urin auszuscheiden. Auch Substanzen wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure, die in vielen schmerzstillenden und fiebersenkenden Mitteln enthalten sind, können bei Tieren zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.
Jedoch nicht allein der Griff ins eigene Medikamentenschränkchen ist unter Umständen für die Vierbeiner gefährlich. Bei den verschiedenen Tierarten bestehen gleichfalls große Unterschiede im Hinblick auf die Verträglichkeit einiger Substanzen. So kann selbst die äußere Anwendung von für Hunde entwickelten Floh- und Zeckenmitteln für Katzen zur Gefahr werden, Grund ist auch hier ein fehlendes enzym. Deshalb sind Tierarzneimittel immer nur für bestimmte Tierarten zugelassen und entsprechend gekennzeichnet.
Selbst Hausmittelchen oder Naturprodukte sollten von Tierhaltern mit Vorsicht angewendet werden. Die Anwendung von teebaumölhaltigen Pflegeprodukten gegen Parasiten beispielsweise kann bei Katzen zu Vergiftungserscheinungen führen. Und ein weit verbreiteter Mythos, aber vollkommen nutzlos ist die Fütterung von Knoblauch oder Zwiebeln gegen Wurmbefall bei Hund und Katze.
Quelle: AHO aktuell
Permalink: Hausmittel können gefährlich sein
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