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Hunde im Winter

abgelegt im Archiv Tiergesundheit und Ernährung am 19.12.07

Hunde im Winter
Foto:Pixelio

So kommt Ihr Vierbeiner gut durch die kalte Jahreszeit

Freut sich Ihr Hund wie ein Schneekönig, wenn es nach draußen in die weiße Pracht geht?
Oder schaut er Sie mit vorwurfsvollem Blick an und stemmt alle vier Pfoten gegen den Türrahmen?
Ob Naturbursche oder Zimperliese - der Winter kommt, und wir müssen das Beste daraus machen. Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter , nur schlechte Kleidung für die Menschen und einige Verhaltensregeln für den Hund.

Normalerweise schützt das Fell bei jeder Witterung, Mäntelchen oder Pullover sind unnötig. Ausnahmen gibt es bei besonders dünnfelligen Hunden ohne ausreichende Unterhautfettschicht. Diese Hunde brauchen bei nasskaltem Wetter einen zusätzlichen Schutz.

Für alle gilt: Draußen immer in Bewegung bleiben und sich nicht lange auf den eisigen Boden setzen. Kalte Luft sinkt nach unten, kurzbeinige Rassen können sich auf langen Spaziergängen erkälten oder eine Blasenentzündung bekommen. Mit empfindlichen Hunden machen sie im Winter lieber viele kurze Spaziergänge, damit die Tiere nicht auskühlen.

Langes Haar zwischen den Pfotenballen soll vorsichtig bis auf Ballenniveau geschnitten werden, damit sich kein Eis festsetzen kann. Zusätzlich können Sie die ballen mit Vaseline oder Melkfett einreiben, das schützt vor Streusalz und die Ballen bleiben geschmeidig.
Sind die Pfoten durch Streusalz wund gelaufen, dann helfen "Booties", Schutzschuhe wie man sie aus dem Schlittenhundesport kennt.

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund beim Spielen im Schnee nicht zuviel von der weißen Masse frisst. Der Schnee ist fast immer verunreinigt, Magenschleimhaut- und Darmprobleme können die Folge sein, Erbrechen und Durchfall sind die Symptome.

Apportierspiele sollten nicht zu lange ausgedehnt werden, sonst gibt es Rachen-oder Mandelentzündungen.Das heißgeliebte Stöckchenschleppen ist immer problematisch und hat im Winter noch ein zusätzliches Risiko: Tiergefrorene Stöckchen splittern schneller und führen dann zu Verletzungen. Vorsicht auch bei Glatteis! Langsam gehen, den Hund nicht rennen lassen, sonst kann es wie beim Menschen zu Bänderdehnung, Kreuzbandriss oder sogar Knochenbrüchen kommen.

Nach dem Spaziergang trocknen Sie Ihren Hund gut ab, damit er sich nicht erkältet.
Erkältungen zeigen sich wie beim Menschen durch Nasenausfluss oder Husten.
Wird der Ausfluss eitrig oder tritt sogar Fieber auf, sollten Sie zum Tierarzt gehen.
Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt zwischen 37,5 und 39 Grad.

Erkältungskrankheiten sind oft Zeichen einer geschwächten Abwehrkraft.
Stärken Sie sie durch einfache Maßnahmen:
Regelmäßiges Bürsten fördert die Durchblutung. Rohes, kleingeraspeltes Obst sorgt für Vitamine. Zusätzliche Vitamintabletten sind unnötig. Vermeiden Sie überhitzte Autos oder Wohnungen( über 22 Grad). Wenn der Vierbeiner aus dem überhitzten Raum in die Kälte kommt, kann das gesundheitsschädlich sein.

Machen Sie Ihren Liebling winterfest!
Viel Bewegung, gutes Futter und richtige Pflege sorgen dafür, dass Ihr Hund auch im Winter fit bleibt.


Permalink: Hunde im Winter

Tags: Hund  Hunde  Winter  Spaziergang  Schnee  Gassigehen 

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