Prothesen für Tiere
abgelegt im Archiv Tiergesundheit und Ernährung am 06.09.07
Ein Hund im Rollwagen, eine Katze mit Prothese, das sind für uns noch immer ungewohnte, für manchen schockierende Bilder. Dabei müsste der Schock eigentlich nicht beim Anblick eines solch behinderten Tieres einsetzen, sondern viel früher. Viele dieser bemitleidenswerten Geschöpfe sind weder so auf die Welt gekommen noch durch Unfälle behindert, sondern von Menschen misshandelt. Wie Lia-Elisabeth (Foto oben) die als Welpe vor eine Straßenbahn geworden wurde.
Natürlich gibt es auch Verkehrsunfälle oder Krankheiten, die das Leben eines Tieres schwer einschränken. Und sicher ist immer die Frage zu stellen, ob mit allen verfügbaren Hilfsmitteln das Tier nicht gequält, sondern ihm geholfen wird. Immer mehr Halter und Tierärzte bejahen das: Und es gibt immer ausgefeiltere Hilfen.
Nicht nur die bekannten Rollwagen für Hunde, deren Hinterbeine, zum Beispiel wegen der Dackellähme nicht funktionieren. Es gibt maßgefertigte Teil- oder Komplettprothesen und Orthesen, also Hilfsmittel, die schonen, stützen und heilen helfen.
Wer solche komplizierten Maßanfertigungen herstellt, ist Orthopädietechnikmeister Dieter Pfaff aus Mannheim. Auf seiner Internsetseite zeigt er Beispiele, die Mut machen und erklärt, wo und wie er helfen kann. Und wer schon mal einen behinderten Hund im Rollwagen hat flitzen sehen, der verliert auch die anfängliche Scheu vor dem Ungewohnten.
Übrigens, Lia-Elisabeth ist in der Obhut der aktionsgemeinschaft Tiere und sucht noch immer Paten, die dabei helfen, diesem lebensfrohen Hund noch viele glückliche Jahre zu ermöglichen.

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Tags: LiaElisabeth Rollwagen behinderte Tiere Orthesen Prothesen
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