Pssst, der Goldfisch braucht Ruhe
abgelegt im Archiv Tiergesundheit und Ernährung am 07.03.07
Das Bild ist schon klassisch: Ein Kugelglas mit Wasser und einem Goldfisch darin. Aber so anspruchslos, wie es scheint, ist das stumme Geschöpf gar nicht. Denn der Goldfisch, der durchaus auch rot, gelb, blau, schwarz, weiß oder orange gefärbt sein kann, scheint sensibler, als manche Aquarianer oder Teichbesitzer glauben. Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass der "Carassius auratus auratus", so sein lateinischer Name, sehr empfindlich auf Lärm reagiert. Der Fisch, der zur Familie der Karpfen gehört, mag zwar selbst keine Laute von sich geben, hören kann er aber sehr wohl. Und das liegt an seiner Schwimmblase, die akustische Schallwellen aufnimmt und an das Innenohr weiterleitet. Extremer Baulärm oder sehr laute Musik führt zu ernsthaften Hörproblemen. Denn leise Geräusche lokalisieren die Tiere für einige Zeit dann nicht mehr - und das kann Orientierungs- und Kommunikationsprobleme hervorrufen. Mit diesem Problem steht der Goldfisch nicht allein da: Auch Wale oder Delfine leiden unter der akustischen Umweltverschmutzung und werden dadurch in ihrer Ortung beeinflusst. Wer als Teich- oder Aquarienbesitzer also Unruhe, Kämpfe oder Orientierungslosigkeit bei seinen Fischen bemerkt, sollte als erstes schnellstens für Ruhe sorgen.

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Tags: Goldfisch Haltung Ruh Stress Aquarium
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