Sommerloch randvoll mit Fundtieren
abgelegt im Archiv Tierschutz am 07.08.08
Hunden und Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen, Ratten und Mäuse sind die häufigsten zu Ferienbeginn ausgesetzten Haustiere. Wie es scheint, begreifen jedes Jahr viele Tausend Menschen nicht, daß ihre Lebensweise zu den Bedürfnissen eines Haustieres passen muß. Und das ist nur ein Aspekt von artgerechter Tierhaltung, was außer bei Katzen, die Freigänger sind, in den meisten Fällen eher ein Hohn als Realität ist. Wie halten Sie es mit dem Ferienanfang und der "Großen Freiheit" für Ihr Haustier?
Die Schätzungen zu der Anzahl betroffener Tiere bewegen sich in der Größenordnung einer halben Millionen Tiere jährlich allein in Deutschland! Das heißt, jeder 164igste Einwohner in diesem unserem Lande ist ein böses Mädchen oder ein böser Bube - ab und zu jedenfalls.
Beispielhaft sei das Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken erwähnt.
Was halten Sie davon, lieber Leser, wenn die Tierhandlungen und Züchter gezwungen würden, die Tiere zurückzunehmen und erneut zu vermitteln? Das wäre etwas, das man mit der Haftung von Händlern oder Herstellern vergleichen könnte. Immerhin böte sich hier die Chance, erneut einen Umsatz zu generieren und die Infrastruktur ist vorhanden.
Tierheime oder Tierschutzorganisationen warten mit ganz anderen seltsamen Prozeduren auf, die ich aus dem Bauch heraus schon immer abgelehnt habe. Nach eigenen leidvollen Erfahrungen kann ich auch praktisch bestätigen, daß ich zukünftig einen großen Bogen um diese Leute und diese Tiere mache. Tierschützer versuchen mehr schlecht als recht, die Probleme zu lösen, die andere Menschen geschaffen haben. Dafür opfern sie Zeit, Kraft, Nerven und Geld.
Was denken Sie?
Hans Kolpak
Pfoten und Fell
Permalink: Sommerloch randvoll mit Fundtieren
Tags: Fundtiere Hunde Katzen Kaninchen Meerschweinchen Ratten Mäuse
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Kommentar von:
Konwer
(13.08.08 3:02 Uhr)
Hallo zusammen. Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich habe selbst einen Hund, 3 Katzen, Meerschweinchen und Zwergkaninchen. Den Urlaub plane ich immer mit Hund. Entweder ich habe für meine anderen "Mitbewohner" in der Zeit des Urlaubs eine richtige Tiernanny oder ich fahre nicht weg. Meiner Meinung nach haben diese Leute keinerlei Verantwortungsgefühl und keine Liebe zum Tier. Diese Leute sollte man, getrennt voneinander, mal in der Wüste aussetzen, ohne Wasser und Essen. Wollen doch mal sehen, wie weit sie kommen. Ich denke, ungefähr so muß sich ein ausgesetztes Tier fühlen. Diese Angst wünsche ich keinem Tier. Wenn diese Leute wieder zurück gefunden haben, sollten sie auch noch so ganz kräftig zur Kasse gebeten werden. Es muß richtig im Portemonnaie weh tun. Aber so, daß diese Leute nie wieder ein Tier aussetzen oder sich jemals wieder eins "anschaffen".

