TASSO und Tierärzte fordern Kennzeichnungspflicht
abgelegt im Archiv Tiergesundheit und Ernährung am 04.11.07
"Wir fordern schon lange eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht, um das Tierschutzproblem in Deutschland in den Griff zu bekommen." Das sagte Dr. med. vet. Burkhard Wendland, Vizepräsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), im Gespräch mit der Tierschutzorganisation TASSO e.V.
Dass die Chippung für das Tier gesundheitsschädlich sei, weist Wendland energisch zurück: "Nicht nur bei Hunden, Katzen und Frettchen, sondern sogar bei kleinen Nagern und Pferden wurde eine hohe Bioverträglichkeit der Transponder festgestellt", erklärte der Tierarzt. "Die kleine Injektion ist auf jeden Fall einer für das Tier schmerzhaften Tätowierung vorzuziehen."
Philip McCreight, Leiter der TASSO-Zentrale im hessischen Hattersheim, begrüßt das engagierte Vorgehen des bpt-Vizepräsidenten, verweist aber auf zahlreiche Haustiere, die trotz Transponder nicht ihren Besitzern zugeordnet werden können, da die Tiere nicht registriert sind. "Damit ist eine Rückvermittlung von vornherein ausgeschlossen", so McCreight. 603.000 Tiere sind nach einer Hochrechnung von TASSO zwar gechippt, tauchen aber in keiner Haustier-Datenbank auf. "Deshalb sind wir auch für die untrennbare Einheit von Chippen und Registrieren", sagt der Tierschutzexperte. "Das Eine macht ohne das Andere keinen Sinn."
Quelle: TASSO
Tags: TASSO Tierärzte Kennzeichnungspflicht Chip
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