Tierschutzverein bitte nur als Notnagel!
abgelegt im Archiv Tierschutz am 12.09.08
Das Aussetzen von Tieren ist ein Straftatbestand. Warum? Nicht weil in Deutschland alles geregelt ist, und Tiere immer noch als Gegenstände und nicht als Wesen angesehen werden. Was wurde aus den Kaninchen, die in Australien ausgesetzt wurden? Eine Plage.
Vermutlich gehören die Leser dieses Blogs nicht zu denen, die das betrifft, was am 12. September im Hamburger Abendblatt kurz und knapp vermerkt ist. Da durch Tod, Trennung und Scheidung oder einfach durch eine Fehlentscheidung immer wieder Unterbringungsfälle auftreten, sollte ein Tierheim oder ein Tierschutzverein aus vielerlei Gründen die letzte Möglichkeit, eben der Notnagel sein.
Per Kleinanzeigen in Zeitungen oder im Internet lassen sich Tiere an neue Halter vermitteln. Dies geschieht reibungslos, weil die Übergabe nicht mit schriflichen Verträgen oder großen Geldbeträgen verknüpft ist. Ich finde es auch nicht gut, wenn Tierfreunde ihre Wohnung zu einem Tierasyl umfunktionieren, das zehn oder zwanzig Tiere von der Schildkröte bis zum Hund beherbergt. Dafür ist eine Wohnung in einer Mietskaserne nicht geeignet.
Scheitern alle Vermittlungsversuche, so sollte jedes Tierheim in der Lage sein, mit hilfreichen Hinweisen weiterzuhelfen. Rufen Sie an. Bitte fahren Sie niemals in die Nähe eines Tierheims, weil Sie damit rechnen, das es dort mit hoher Wahrscheinlichkeit gefunden und aufgenommen wird. Das ist einfach unfair und verantwortungslos.
Hans Kolpak
Pfoten und Fell
Permalink: Tierschutzverein bitte nur als Notnagel!
Tags: Tierschutz Tierheim Tierschutzverein Aussetzen
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Wong
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