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Von wegen stumm

abgelegt im Archiv Tierportrait am 13.10.07

Von wegen stumm
Von wegen "stumm wie ein Fisch": Sprechen so wie wir Menschen können Fische natürlich nicht, aber eine Vielzahl von Fischarten kann Laute erzeugen, mit denen sich die Tiere untereinander verständigen und dem Artgenossen etwas "sagen" können.
Viele kennen sicher die berühmten Walgesänge oder das hohe Fiepen der Delfine - doch beides sind ja Säugetiere. "Echte" Fische produzieren aber ebenfalls hörbare Signale. Sie knurren, trommeln, zirpen, fauchen, grunzen oder quietschen.

Fische sind an die Lebensbedingungen unter Wasser angepasst und besitzen keine Stimmbänder und keinen Kehlkopf. Wie also kommt es dann zu den Geräuschen?
Clownfische zum Beispiel erzeugen mit Bewegungen ihrer Kiefer und dem Aufeinanderreiben der Zähne verschiedene Zirp- und Knackgeräusche etwa bei der Partnersuche oder der Verteidigung ihres Reviers. Diesen Mechanismus haben Forscher aus Belgien und den USA nun aufgeklärt und im Fachblatt "Science" (18. Mai 2007) vorgestellt.

Auch viele andere Fische sind alles andere als stumm. Sie reiben zur Kommunikation einzelne ihrer Knochen aufeinander oder erzeugen mit Hilfe ihrer Schwimmblase Schwingungen. Die Töne der Fische sind zwar oft sehr leise und für den Menschen meist nicht hörbar, manche Fische aber produzieren auch richtige für den Menschen vernehmbare Geräusche. Der Knurrhahn zum Beispiel macht seinen Namen alle Ehre und "knurrt". Das Geräusch entsteht durch das Trommeln mit einem Muskel auf die Schwimmblase. Die Geräusche der Heringe hören sich an wie ein Grunzen, Surren oder auch ein Ticken. Sie lassen Luft aus ihrem After perlen und kommunizieren also quasi durch Pupsen miteinander.

Die Laute der meisten Fische liegen in einem Frequenzbereich zwischen etwa 400 und 800 Hertz - einem auch für das menschliche Ohr hörbaren Bereich. Raubfische geben oft auch Infraschall-Laute von sich - also sehr niedrige Frequenzen, die für den Menschen nicht mehr wahrnehmbar sind, oder Ultraschall-Töne oberhalb der menschlichen Hörschwelle. Mit Themen wie diesen beschäftigt sich die Hydro-Bioakustik.

Geräusche sind unter Wasser sehr gut und über größere Entfernungen wahrnehmbar. In der Regel kommen hohe Frequenzen häufig durch das Aneinanderreiben von Knochenteilen und Zähnen zustande, während niedrige Schallwellen meist mit Hilfe der Schwimmblase erzeugt werden.
Piranhas zum Beispiel verursachen mit Hilfe ihrer Schwimmblase einen Trommelton. Skalare klopfen, wenn sie sich provoziert fühlen oder gegen Rivalen kämpfen. Grunzbarsche erzeugen in Aufregung - wie der Name es schon verrät - ein grunzendes Geräusch. Schmerlen stoßen bei der Jagd einen "Knackton" aus. Weibchen der Buntbarscharten brummen, um lästige Männchen zu verjagen. Kleine Muränen "rauschen" bei der gemeinsamen Futteraufnahme im Chor. Karpfen quietschen bei der Nahrungsaufnahme. Der Flösselhecht "bellt", um anderen Fischen zu drohen. Der Lockruf des Argusfisches ist ein Trommeln, als Warnung und abschreckung gibt er zeternde Töne von sich. Und der Afrikanische Messerfisch grunzt und bellt zur Drohung mit geöffnetem Maul. Die Palette ist also durchaus vielseitig, und Fische "sprechen" also tatsächlich miteinander. Eine Erkenntnis, die aber keineswegs so neu ist: Schon Aristoteles hat um 380 v. Chr. in seiner Naturgeschichte beschrieben, dass der Knurrhahn Drohlaute von sich gibt, wenn er aus dem Wasser genommen wird

Die Laute der meisten Fische liegen in einem Frequenzbereich zwischen etwa 400 und 800 Hertz - einem auch für das menschliche Ohr hörbaren Bereich. Raubfische geben oft auch Infraschall-Laute von sich - also sehr niedrige Frequenzen, die für den Menschen nicht mehr wahrnehmbar sind, oder Ultraschall-Töne oberhalb der menschlichen Hörschwelle. Mit Themen wie diesen beschäftigt sich die Hydro-Bioakustik.

Geräusche sind unter Wasser sehr gut und über größere Entfernungen wahrnehmbar. In der Regel kommen hohe Frequenzen häufig durch das Aneinanderreiben von Knochenteilen und Zähnen zustande, während niedrige Schallwellen meist mit Hilfe der Schwimmblase erzeugt werden.
Piranhas zum Beispiel verursachen mit Hilfe ihrer Schwimmblase einen Trommelton. Skalare klopfen, wenn sie sich provoziert fühlen oder gegen Rivalen kämpfen. Grunzbarsche erzeugen in Aufregung - wie der Name es schon verrät - ein grunzendes Geräusch. Schmerlen stoßen bei der Jagd einen "Knackton" aus. Weibchen der Buntbarscharten brummen, um lästige Männchen zu verjagen. Kleine Muränen "rauschen" bei der gemeinsamen Futteraufnahme im Chor. Karpfen quietschen bei der Nahrungsaufnahme. Der Flösselhecht "bellt", um anderen Fischen zu drohen. Der Lockruf des Argusfisches ist ein Trommeln, als Warnung und Abschreckung gibt er zeternde Töne von sich. Und der Afrikanische Messerfisch grunzt und bellt zur Drohung mit geöffnetem Maul. Die Palette ist also durchaus vielseitig, und Fische "sprechen" also tatsächlich miteinander. Eine Erkenntnis, die aber keineswegs so neu ist: Schon Aristoteles hat um 380 v. Chr. in seiner Naturgeschichte beschrieben, dass der Knurrhahn Drohlaute von sich gibt, wenn er aus dem Wasser genommen wird.

Quelle: DGK

Permalink: Von wegen stumm

Tags: Fische  stumm  Laute 

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