Würden Katzen Whiskas kaufen?
abgelegt im Archiv Tierische Neuigkeiten am 05.03.07
Der Werbespruch ist genial - der Inhalt auch? Katzen würden...Whiskas - oder halt - doch lieber Mäuse kaufen? Dieser Frage auf den Grund gehen, wollte der renommierte Fachjournalist und Ex-Spiegelredakteur Hans-Ulrich Grimm mit seinem "Schwarzbuch Tierfutter". In dem steht allerhand Unappetitliches über die Zusammensetzung des Tierfutters.
Denn was schon lange gemunkelt wird, hat Grimm recherchiert und wollte es am 2.3. veröffentlichen. Genauer gesagt, die ersten paar tausend Exemplare waren gerade frisch ausgeliefert, als der Masterfoods-Konzern, der unter anderem Whiskas und Pedigree produziert, einschritt. Per einstweiliger Verfügung wurde der Verlag gezwungen, das Buch zurück zu holen und jede weitere Werbung zu stoppen, berichtet heute das Handelsblatt. Auch bei Amazon ist das Buch inzwischen verschwunden.
Autor Grimm ist nicht für Zimperlichkeit bekannt: Er spricht von "Tierfutter-Mafia" und deren fetten Gewinnen. Das gefiel den Tierfutterverkäufern gar nicht: Sie werfen Grimm Geschäftsschädigung und falsche Behauptungen vor. Man darf gespannt sein, wie der Kampf Verlag gegen Konzern ausgehen wird?
Über den Skandal bereits berichtet haben u.a. die Weblogs Dogs&Blogs und Tierisch Berlin und verlassene Pfoten. Hoffentlich werden es noch mehr. Das Katzentagebuch hat sich auch gerade mit dem Thema "Futterqualität" beschäftigt.
Permalink: Würden Katzen Whiskas kaufen?
Tags: Whiskas Pedigree Masterfoods Zsolnay Handelsblatt Grimm Katzenfutter Hundefutter Katzen würden Whis
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Wong
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Kommentar von:
dagmar
(05.03.07 10:21 Uhr)
Kommentar von:
Verlassene-Pfoten.de
(07.03.07 13:24 Uhr)
Ich habe das Glück, daß ich das Buch bei der ersten Auslieferung bereits bekommen habe. Was der Autor H.-U. Grimm beschreibt wird wird wohl jeden Leser zum BARFEN treiben. Wer bis jetzt nur vermutet hat, daß er seinem bepelzten Freund mit Fertigfutter nicht unbedingt die beste Nahrung zukommen läßt, der / die wird nun feststellen, daß wir jahrelang nur Müll in unseren Haustieren entsorgt haben.
Ich hoffe der Verlag und vor allem auch die Fachpresse lässt sich durch die Macht von Masterfood nicht einschüchtern und paukt die Veröffentlichung des Buches durch alle Instanzen.
Alleine das Verbot der Veröffentlichung ist ja schon eine Art Werbung dafür. Statt sachlich zu entkräften wird versucht zu vertuschen.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen... sobald es wieder erhältlich ist.
Interessant ist übrigens die Begründung der einstweiligen Verfügung. Es wird nicht gegen den Inhalt aufbegehrt, sondern gegen die Werbung für das Buch...
Ich hoffe der Verlag und vor allem auch die Fachpresse lässt sich durch die Macht von Masterfood nicht einschüchtern und paukt die Veröffentlichung des Buches durch alle Instanzen.
Alleine das Verbot der Veröffentlichung ist ja schon eine Art Werbung dafür. Statt sachlich zu entkräften wird versucht zu vertuschen.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen... sobald es wieder erhältlich ist.
Interessant ist übrigens die Begründung der einstweiligen Verfügung. Es wird nicht gegen den Inhalt aufbegehrt, sondern gegen die Werbung für das Buch...
Kommentar von:
shual
(08.03.07 8:19 Uhr)
Hallo, verlassene Pfote. Da der Autor sich mit slogan/Titel und cover auf Masterfood eingeschossen hat war eine Aktion von denen im Werbekonzept einkalkuliert. Man wird ja schließlich nicht ohne Grund "Bestseller-Autor". Wie Masterfood dann im Buch wegkommt ist eine andere Frage. Da sich die Industrie hier auf EU-Verordnungen berufen kann mag das Buch vielleicht Wellen schlagen, aber verändern wird es nichts, es sei denn der Bürger ... kann man vergessen. Am ende kauft die Masse doch über den Preis.
Kommentar von:
Jenny
(16.10.07 5:09 Uhr)
Schade, hätte ich gern gelesen.
Zumal sich das Gerücht hartnäckig hält, dass bei der damaligen Markteinführung von Tiernahrung, die Manager noch selbst den Inhalt der Dose verzehrt hätten, um zu beweisen, dass dort nur auch für Menschen essbares verarbeitet wird.
Zumal sich das Gerücht hartnäckig hält, dass bei der damaligen Markteinführung von Tiernahrung, die Manager noch selbst den Inhalt der Dose verzehrt hätten, um zu beweisen, dass dort nur auch für Menschen essbares verarbeitet wird.
Kommentar von:
Hans Kolpak
(24.07.08 5:18 Uhr)
Wenn Manager Katzenfutter aus Dosen essen, beweist das gar nichts. Sie fressen sogar Sch...., wenn es ihrer Position dienlich ist.
Doch Katzen können sich nicht korrumpieren lassen, das ist biologisch unmöglich.
Das einzige was hülfe, wäre ein Werbespruch mit einem gleichermaßen wirksamen Anker, wie zum Beispiel: "Katzen essen SELBST, die sind doch nicht blöd!" Am 24.7.2008 immer noch im Netz: http://media-bloed.de/
Hans Kolpak
Pfoten und Fell
Doch Katzen können sich nicht korrumpieren lassen, das ist biologisch unmöglich.
Das einzige was hülfe, wäre ein Werbespruch mit einem gleichermaßen wirksamen Anker, wie zum Beispiel: "Katzen essen SELBST, die sind doch nicht blöd!" Am 24.7.2008 immer noch im Netz: http://media-bloed.de/
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ich freue mich, dass Ihr in mein Katzentagebuch gesehen habt und meine Meinung zum Thema "Katzenfutter" durchgelesen habt.
Aufgrund meiner vielen Katzenkinder gibt es auch ein Forum unter der Hauptdomain, in welchem wir uns noch viel deutlicher mit dem Thema beschäftigen.
Besonders interessant ist die Tatsache, welche Marken uns bei den ebay Versteigerungen begegnen. Es lässt viele Vermutungen offen, wenn eine Person x-mal eine bestimmte Marke verkauft (wohl eine Palette mit nach Hause genommen, die dort über Jahre hin vertickt wird?)
Genial sind diejenigen, die Futter verkaufen, wo die Etikettiermaschine kaputt ging - am Schluss stellt sich heraus, dass das Futter schon Jahre alt ist.
Suchtmachende Stoffe, Zucker, genial - die Industrie beherrscht die Stubentiger über die entsprechenden Inhaltsbeigabgen und ein weiteres tut das Werbemonopol.
Davon will aber niemand mehr etwas wissen, wenn die Tiere Zahnstein haben und Karies ihre Zähne ruiniert.
Vergleichen, vergleichen, vergleichen - es wird nicht teuerer, auch wenn teureres Futter gekauft wird. Die benötigten Mengen werden geringer - somit die Unterhaltskosten. Ganz zu schweigen von den Tierarztbesuchen, den Schmerzen und den Nerven für alle.
Lieben Gruß
von Dagmar