Wie wird man zum Katzenversteher?
abgelegt im Archiv Tierverhalten am 25.04.10

© dominiqsKatzen sind immer sehr schwer zu verstehen. Mal sind sie anschmiegsam, mal verspielt, oder auch einmal verwegen. Es sieht fast so aus, als ob es den Katzen gefällt, undurchschaubar und geheimnisvoll zu sein. Aber es gibt schon Erkenntnisse die es einfacher machen, wenigstens ansatzweise zu einem perfekten Katzenversteher zu werden. Viele Katzenhalter fragen sich, ob ihre Katze ihnen zuhört. Sie können zumindest der Tonlage der Stimme lauschen, ob sie verstehen, was wir sagen, oder ob sie es überhaupt wollen, das kann niemand sagen. Katzen lechzen nicht wie Hunde nach menschlicher Anerkennung, daher müssen sie nicht einmal so tun, als ob sie zuhören. Nicht alle Katzen sind gute Mäusefänger, das liegt allein an den Genen und kann nicht an Verhaltensindikatoren ausgemacht werden. Katzen scheinen sich immer zu jedem hingezogen zu fühlen, der sie am wenigsten mag. Da verhalten sie sich nicht anders als Männer, denn wenn man ihnen nachläuft, verlieren sie das Interesse. Es wurmt sie, wenn man sie ignoriert. Daher laufen sie den Katzenhassern nach und versuchen sich anzubiedern. Oft stellen Katzenhalter fest, dass die Tiere gerade beim Tierarzt richtig viel Haare verliert. Das liegt dann an der sogenannten Kampf- oder Flucht-Reaktion. Der Stress erhöht die Herzfrequenz und die Atmung.
Der Körper bereitet den Flucht-Modus vor, und dabei erweitern sich auch die Blutgefäße und die Haarfollikel, damit das Blut auch in die Muskeln strömen kann. Darum kommt es oft einmal zu diesem Haarausfall. Wenn die Katze mit Vorliebe auf der Zeitung liegt, wenn man sie liest liegt das nur daran, dass sie einfach im Mittelpunkt stehen wollen. Katzen landen auch nicht immer auf ihren Füßen. Sie haben zwar einen starken Korrekturreflex, mit dem sie sich in die richtige Position drehen, aber auch das klappt nicht immer. Sie können sich ausfächern, um bei einem Sturz die Beine abzuspreizen und die Oberfläche zu vergrößern, damit der Sturz gebremst wird, aber eine Statistik zeigt, dass dies nur 95 Prozent aller Katzen gelingt, die mindestens aus dem zweiten Stock fallen. Auch bleiben hier nicht alle unverletzt. Katzen kommen nicht sehr oft wenn man sie ruft. Sie sind unnahbar und unabhängig und wollen nach niemandes Pfeife tanzen. Mit etwas Übung kann man es soweit schaffen, dass sie ihren Namen erkennen und auch kommen, wenn sie gerufen werden. Wer lieber gehorsame Tiere mag, die auch erscheinen, wenn man sie ruft, ist vielleicht mit einem Hund besser bedient.

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Tags: perfekten Katzenversteher, Kampf- oder Flucht-Reaktion, Mäusefänger, Katzenhalter
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Kommentar von:
Gabriele
(19.05.10 11:08 Uhr)
Nun, unsere Stubentiger hören alle auf ihre Namen. Hören zu, wenn man mit ihnen spricht. Aufgrund ihrer Reaktion wissen wir, dass sie verstehen, was man will und sind total anhänglich. Sobald einer von uns irgendwo sitzt, setzen sie sich dazu und schmusen oder kuscheln sich zum Schlafen an einen. Es läuft auch ganz viel Verständigung über Augenkontakt und Mimik. Oder sie gehen überall mit hin.
Kommentar von:
Tanja
(19.05.10 15:46 Uhr)
Das ist ja super! Aber ich denke, es kommt wirklich immer darauf an, wie man sich mit den Tieren beschäftigt. So kann man auch ohne viele Worte eine Verbindung aufbauen.
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